Doktor Johannes Sebastian Nebe

Notar

Ich bin für die Dauer meiner Mitgliedschaft bei der Rechtsanwaltskammer Hamm zum Notar für den Bezirk des Oberlandesgerichts Hamm unter Zuweisung des Amtssitzes in Essen bestellt.

Selbstverständlich ist es zulässig, Rechtsgeschäfte für in anderen Bezirken ansässige Rechtssuchende zu beurkunden; diese sind indes gehalten, von Ausnahmefällen abgesehen, die Räumlichkeiten in Essen aufzusuchen.

Der Notar muss bei seiner hoheitlichen Tätigkeit und der Abfassung und Abwicklung der beurkundeten Verträge und Geschäfte strikte Neutralität wahren. Seine Tätigkeit muss gegen die Anwaltstätigkeit genau abgegrenzt sein. Die Amtsausübung wird durch regelmäßige Prüfungen durch Beauftragte des Landgerichtspräsidenten sichergestellt.

Der Notar ist Träger eines öffentlichen Amtes, übt also nicht gewerbliche, sondern „hoheitliche“ Tätigkeit aus. Er vertritt dabei nicht (wie etwa ein Rechtsanwalt) einseitig die Interessen „seines“ Mandanten. Er ist vielmehr Sachwalter aller Beteiligten bei der Suche nach einer rechtlich zutreffenden, sicheren und ausgewogenen Lösung.


 

Der Gesetzgeber hat bei bestimmten Rechtsgeschäften vorgeschrieben, dass sie wirksam nur durch Beurkundung oder Beglaubigung vor einem Notar vorgenommen werden können. Es handelt sich dabei typischerweise um Vorgänge von besonderer Bedeutung, bei denen Schutz vor Übereilung, die korrekte Formulierung des Willens der Beteiligten, die Klärung offener Punkte und der Schutz vor ungesicherten Vorleistungen besonders wichtig sind:

Grundstücksübertragungen, Erbbaurechtsverträge, Grundpfandrechtsbestellungen bei Immobilien und Schiffen, Teilungserklärungen nach dem Wohnungseigentumsgesetz, Bauträgerverträge, Überlassungen von Immobilien etwa im Wege vorweggenommener Erbfolge, Eheverträge, Adoptionsanträge und schließlich Gründungen von Kapitalgesellschaften, Satzungsänderungen und Kapitalmaßnahmen, Abtretung von GmbH-Geschäftsanteilen und andere mehr.Bei anderen Rechtsgeschäften ist neben der notariellen Form auch eine privatschriftliche Errichtung möglich, wobei der notariell beurkundeten Variante vom Gesetz häufig höhere Bindungswirkung und einfachere Umsetzung zuerkannt wird.

Durch das Verfahren nach dem Beurkundungsgesetz und der Dienstordnung für Notare und anderer Richtlinien wird die Sicherheit der Abwicklung der Rechtsgeschäfte gewährleistet.

Die Gebührenerhebung für die notarielle Tätigkeit richtet sich nach den Vorschriften der Kostenordnung. Dies gewährleistet eine für alle Notare gleiche Gebührenerhebung ohne jeden Wettbewerb. Auch die ordnungsgemäße Abrechnung und Einziehung wird regelmäßig durch Beauftragte des Landgerichtspräsidenten überprüft.